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Vene
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Querschnitt einer Vene mit Venenwand, Flussrichtung und Venenklappe

Venen (lateinischer Singular vena, in fachsprachlichen Zusammensetzungen auch phlebo- vom griechischen Genitiv Singular φλέβας, phlébas, zu altgriechisch φλέψ, phleps, „Ader“1 2) oder deutsch Blutadern sind Blutgefäße, die das Blut zum Herzen führen. Die Venen des Körperkreislaufs transportieren sauerstoffarmes Blut, diejenigen des Lungenkreislaufs sauerstoffreiches Blut. Sauerstoffarmes Blut ist dunkler als sauerstoffreiches. Der Blutdruck in Venen ist deutlich niedriger als in Schlagadern (Arterien), sie gehören mit den Kapillaren und den Venolen zum Niederdrucksystem des Blutkreislaufs. Die meisten Körpervenen sind Begleitvenen, das heißt sie verlaufen parallel zu ihrer arteriellen Entsprechung.

Das bläuliche Erscheinen der Hautvenen hängt nicht allein mit dem Sauerstoffgehalt des venösen Blutes zusammen. Hautvenen erscheinen vor allem deswegen blau, weil das langwellige rote Licht eine höhere Eindringtiefe in das Gewebe hat als das blaue und somit vom dunklen Blut der Venen absorbiert wird. Das kurzwellige blaue Licht hingegen wird reflektiert; somit erscheinen die Venen in einer Gewebstiefe von 0,5 bis 2 Millimetern blau.
Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Aufbau
  • 2 Erkrankungen
    o 2.1 Ödem
    o 2.2 Besenreiser
    o 2.3 Varizen (Krampfadern)
    o 2.4 Phlebitis (Venenentzündung)
    o 2.5 Thrombose
    o 2.6 Ulcus cruris (offenes Bein)
  • 3 Siehe auch
  • 4 Weblinks
  • 5 Quellen

Aufbau [Bearbeiten]

Venen zeigen wie alle Blutgefäße eine typische Dreischichtung der Wand in Tunica interna (Intima), Tunica media (Media) und Tunica externa (Tunica adventitia).
Wirkung der Venenklappen

Im Unterschied zu Arterien sind viele der größeren Venen mit Venenklappen ausgestattet, damit das Blut nicht zurückfließt (vom Herzen weg). Bei den Arterien reicht der Pumpdruck des Herzens aus, um den Rückfluss zu verhindern. Die Wirkung der Venenklappen kann man an manchen Venen des Handrückens erkennen: Streicht man mit dem Finger das Blut aus der Vene in die Richtung vom Handgelenk zu den Fingern, so bleibt die Vene leer, da das Blut wegen der Klappen nicht vom Arm nachströmen kann. Das war im Übrigen auch eine jener Beobachtungen, die William Harvey zur Entdeckung des Blutkreislaufs führten.
Erkrankungen [Bearbeiten]

Venenerkrankungen sind Gegenstand der Phlebologie.
Ödem [Bearbeiten]

Anzeichen einer Venenerkrankung können Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) sein. Es sind örtlich begrenzte oder ausgedehnte krankhafte Ansammlung von wässriger (seröser) Flüssigkeit in den Gewebespalten von Haut und Schleimhaut, in Lymphgefäßen oder anderen Organen (z. B. Lungen, Gehirn). Neben anderen Ursachen kann auch ein vermehrter Rückstau des Blutes Ödeme hervorrufen.
Krampfadern und Besenreiser
Besenreiser [Bearbeiten]

Besenreiser sind kleine modifizierte, direkt unter der Hautoberfläche liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen. Sie entstehen, wenn die in den tiefer gelegenen Venen liegenden Gefäßklappen den Rückfluss des Blutes verhindern. Dann kann es zu einem Blutstau auch in den kleineren Äderchen kommen, die direkt unter der Haut liegen. Durch den permanent erhöhten Blutdruck in diesen feinen Äderchen verlieren diese im Laufe der Zeit ihre Elastität. Die Venen weiten sich und werden als rote oder bläuliche geschlängelte Linien sichtbar.
Varikosis der Beine
Varizen (Krampfadern) [Bearbeiten]

Krampfadern sind erweiterte geschlängelte Venen. Oberflächliche Krampfadern sind gut sichtbar oder tastbar und schlängeln sich im Unterhautfettgewebe (zumeist) am Bein entlang. Varizen des tiefen Venensystems sieht man nur im Ultraschall oder in der Phlebographie. Durch die Erweiterung der Venen kommt es zu einem unvollständigen Schluss der Venenklappen, man spricht von der Klappeninsuffizienz. Der hydrostatische Druck, der auf den Gefäßen im unteren Teil des Körpers lastet, wird wesentlich höher, der „transmurale“ Druck, also der Unterschied zwischen Druck im Venensystem und im umgebenden Gewebe, führt dazu, dass vermehrt Wasser samt darin gelöster Bestandteile durch die Venenwand sickert und sich im Gewebe, meistens des Beines, ansammelt (Ödem).
Phlebitis (Venenentzündung) [Bearbeiten]

Unter einer Phlebitis versteht man eine Venenentzündung. Das Gefäß und die Umgebung schmerzen, sind gerötet, geschwollen und überwärmt. Bei oberflächlichen Venen ist die Diagnose leicht zu stellen. Bei tiefen Venenentzündungen ist die Diagnose auch mit dem Ultraschall kaum zu erfassen. Es ist bis heute unklar, was die Ursache der Phlebitis ist. Ob es sich um eingedrungene Keime, eine Autoimmunentzündung oder eher eine mechanische entzündliche Reizung handelt.
Thrombose [Bearbeiten]

Unter einer Thrombose versteht man die Verstopfung einer Vene durch ein Blutgerinnsel, das sich in den Venen bildet und an den Venenwänden festsetzt. Gefährlich werden diese Blutgerinnsel dann, wenn sie sich ablösen und in die Lunge geschwemmt werden. Dort führen sie dann durch einen Verschluss einer Lungenarterie zu einer Lungenembolie. Die Bedrohlichkeit wird verständlich, wenn man sich überlegt, dass so ein Gerinnsel bis zu 5 g schwer sein kann und, während der Passage des Herzens, in sehr viele einzelne Fragmente zerbricht, die dann wie ein Schrotschuss die Lunge erreichen.
Ulcus cruris (offenes Bein) [Bearbeiten]

Nach jahrelangem Venenstau kann es zu einem „offenen Bein“ bzw. „Unterschenkelgeschwür“, dem Ulcus cruris venosum als Sonderform eines Ulcus cruris kommen. Diese Geschwüre liegen meist oberhalb des Innenknöchels. Sie sind schwer zu behandeln und heilen nur langsam ab.
Siehe auch [Bearbeiten]

  • Chronisch venöse Insuffizienz
  • Chronische Cerebro-Spinale Venöse Insuffizienz

Weblinks [Bearbeiten]
Commons Commons: Venen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Vene – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Quellen [Bearbeiten]

1. ↑ http://dictionary.reference.com/search?q=phlebo- 2. ↑ Duden – Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke, 7. Auflage, Mannheim 2003

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