Sklerosierungsbehandlung der Varikose

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Sklerosierungsbehandlung der Varikose

AWMF online

Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen
Medizinischen
Fachgesellschaften
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP)
PRÄAMBEL
Leitlinien sind systematisch erarbeitete Empfehlungen, um den Kliniker und den Praktiker bei Entscheidungen über die angemessene Versorgung der Patienten im Rahmen spezifischer klinischer Umstände zu unterstützen. Leitlinien gelten für “Standardsituationen” und berücksichtigen die aktuellen, zu den entsprechenden Fragestellungen zur Verfügung stehenden, wissenschaftlichen Erkenntnisse. Leitlinien bedürfen der ständigen Überprüfung und eventuell der Änderung auf dem Boden des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes und der Praktikabilität in der täglichen Praxis. Durch die Leitlinien soll die Methodenfreiheit des Arztes nicht eingeschränkt werden. Ihre Beachtung garantiert nicht in jedem Fall den diagnostischen und therapeutischen Erfolg. Leitlinien erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Entscheidung über die Angemessenheit der zu ergreifenden Maßnahmen trifft der Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Problematik.

AWMF-Leitlinien-Register Nr. 037/015 Entwicklungsstufe: 1

Sklerosierungsbehandlung der Varikose
(ICD 10: I83.0, I83.1, I83.2, I83.9)
Definition

Unter der Sklerosierungstherapie versteht man die planvolle Ausschaltung von intra-, subkutanen und/oder transfaszialen (Perforansvenen) Varizen sowie die Sklerosierung subfaszialer Gefäße bei venöser Malformation durch das Einspritzen eines Sklerosierungsmittels. Die verschiedenen Verödungsmittel führen zu einer ausgeprägten Schädigung des Endothels der Gefäße und eventuell der gesamten Gefäßwand. Bei erfolgreicher Sklerosierung kommt es längerfristig zur Umwandlung der Venen in einen bindegewebigen Strang (21, 39, 73). Ziel der Verödungsbehandlung ist nicht die Thrombosierung des Gefäßes, die für sich allein genommen rekanalisieren kann, sondern die definitive Umwandlung in einen fibrösen Strang. Dieser kann nicht rekanalisieren und entspricht in seinem funktionellen Ergebnis dem operativen Vorgehen zur Entfernung einer Varize.

Indikationen:

Ziele der Sklerosierungsbehandlung sind: o Behandlung der Varikose und Vorbeugung möglicher Komplikationen o Bestehende Symptome zu mindern oder zu beseitigen o Eine pathologisch veränderte Hämodynamik zu bessern o Ein ästhetisch und funktionell gutes Ergebnis zu erzielen (2) Grundsätzlich können alle Formen der Varikose sklerosiert werden. Dies sind insbesondere: o Stammvarizen (Vena saphena magna (VSM) und parva (VSP)) o Astvarizen o Varizen im Rahmen der Perforanteninsuffizienz o Retikuläre Varizen o Besenreiser o Rest- und Rezidivvarizen nach varizenausschaltenden Maßnahmen o Genitale und perigenitale Varizen o Periulzeröse Venen (19, 48, 89) o Venöse Malformationen (103) Für die Behandlung von kleinkalibrigen Varizen (retikuläre Varizen, Besenreiser) gilt die Sklerosierungsbehandlung als Methode der ersten Wahl (2). Bei der Ausschaltung von Seitenastvarizen und insuffizienten Perforanten konkurriert die Sklerosierungsbehandlung mit der perkutanen Phlebextraktion und mit der Perforantenunterbindung bzw. mit der endoskopischen Perforantendissektion (24, 59). In der Behandlung der Stammvarikose mit Ausschaltung des proximalen Insuffizienzpunktes und des insuffizienten Venenanteils gilt die operative Therapie als Methode der ersten Wahl. Die Therapie der Stammvarikose durch Sklerosierungsbehandlung ist jedoch ebenfalls möglich (13, 84, 94). Dies trifft insbesondere für die Schaumsklerosierung zu, wie durch in den letzten Jahren durchgeführte Studien gezeigt werden konnte (16, 44, 45, 74, 102).

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikationen sind (2, 73, 94): o Bekannte Allergie auf das Sklerosierungsmittel o Schwere Systemerkrankung o Akute tiefe Beinvenenthrombose o Lokale, im Bereich der Sklerosierung gelegene oder schwere generalisierte Infektionen o Längerfristige Immobilität oder Bettlägerigkeit o Fortgeschrittene arterielle Verschlußkrankheit im Stadium III oder IV o Hyperthyreose (bei jodhaltigen Sklerosierungsmitteln) o Schwangerschaft (außer bei zwingender Indikation) Für die Schaumsklerosierung: o Bekanntes symptomatisches offenes Foramen ovale Relative Kontraindikationen sind (2, 73, 93) o Beinödem, nicht kompensiert o Diabetische Spätkomplikationen (z.B. Polyneuropathie) o Arterielle Verschlußkrankheit im Stadium II o Schlechter Allgemeinzustand o Bronchialasthma o Ausgeprägte allergische Diathese o Bekannte Thrombophilie oder Hyperkoagulabilität mit oder ohne abgelaufener tiefer Beinvenenthrombose (9, 26, 46) Für die Schaumsklerosierung: o Bekanntes asmptomatisches offenes Foramen ovale (9) o Hohes Risiko für thrombembolische Ereignisse o Sehstörungen oder neurologische Störungen nach vorangegangener Schaumsklerosierung Darüberhinaus wird dringend empfohlen, die aktuellen Fachinformationen der eingesetzten Sklerosierungsmittel zu berücksichtigen (57).

Komplikationen und Risiken

Bei sachgerechter Durchführung ist die Verödungsbehandlung eine effiziente und nebenwirkungsarme Therapieform. Im Rahmen der Therapie können prinzipiell eine Reihe von unerwünschten Wirkungen beobachtet werden. Diese sind im einzelnen (39, 43, 49, 67, 97). o Allergische Reaktion (27, 28, 72) o Hautnekrosen (6, 23, 30, 40) o Überschießende Sklerosierungsreaktion (und Thrombophlebitis ) o Pigmentierung (18, 40, 96) o Matting (40) o Nervenschädigung (85, 92, 104) o Flimmerskotome (43) o migräneartige Symptome (5, 58, 77) o Orthostatischer Kollaps o Thromboembolie (11, 49, 32) Darüberhinaus wird dringend empfohlen, die aktuellen Fachinformationen der eingesetzten Sklerosierungsmittel zu berücksichtigen (57). Allergische Hautreaktionen treten gelegentlich als allergische Dermatitis, Kontakturtikaria oder Erythem auf. Anaphylaktischer Schock sowie die versehentliche intraarterielle Injektion sind sehr seltene Komplikationen, die eine Notfallsituation darstellen (27, 28, 70, 72). Passagere migräneartige Symptome treten nach Schaumsklerosierung häufiger auf als nach Flüssigverödung (43). Es wird diskutiert, ob ein offenes Foramen ovale, das in 15-25% der Bevölkerung besteht, dabei durch Übertritt von Schaumbläschen in die arterielle Zirkulation eine Rolle spielt (29, 66, 71, 95). Thromboembolische Ereignisse (tiefe Venenthrombose, Lungenembolie oder Apoplexie) treten nach Sklerosierungstherapie in seltenen Ausnahmefällen auf. Größere Mengen an Sklerosierungsmittel, hier vor allem als Schaum (10, 32, 101), und Patienten mit anamnestisch abgelaufener Thromboembolie oder bekannter Thrombophilie (46) sind mit einem höheren Risiko behaftet. Bei Patienten mit diesen Risikofaktoren sind eine strenge Indikationsstellung und zusätzliche Vorsichtsmassnahmen angezeigt (9). Hautnekrosen werden sowohl nach paravasaler Injektion höherprozentiger Sklerosierungsmittel als auch, selten, nach lege artis durchgeführter intravasaler Injektion mit verschiedenen Konzentrationen, beispielsweise 0,5 % Polidocanol bei der Sklerosierung von Besenreisern, beschrieben (30, 40). Im zweiten Fall wird ein Mechanismus mit Übertritt des Sklerosierungsmittels über arterio-venöse Anastomosen in den arteriellen Schenkel diskutiert (6). In Einzelfällen wurde dies als Embolia cutis medicamentosa beschrieben (37, 56, 79). Nach versehentlicher intraarterieller Injektion kann es zu ausgedehnten Nekrosen kommen (30, 40, 70). Hyperpigmentierungen werden mit einer Häufigkeit zwischen 0,3 und 10 % beschrieben (36, 96). In der Regel bilden sie sich langsam zurück. Nach der Schaumsklerosierung muss mit einer höheren Rate an Pigmentierungen gerechnet werden (43). Das Matting, feine Teleangiektasien im Bereich einer verödeten Varize, ist eine nicht vorhersehbare individuelle Reaktion des Patienten und kann auch nach der operativen Ausschaltung einer Krampfader auftreten (40). Nervenschädigungen sind nach paravasaler Injektion im Experiment beschrieben worden (85, 92, 104). Nur sehr selten können lokale Parästhesien auftreten. Weitere passagere Erscheinungen nach einer Sklerosierung sind intravasale Koagula, Phlebitiden, Hämatome, Geschmacksirritationen, Druckgefühl in der Brust, Schmerzen am Injektionsort, Schwellungen, Indurationen, leichte Herz-Kreislaufreaktionen, Übelkeit. Dazu kommen Komplikationsmöglichkeiten durch den Kompressionsverband, wie z.B. Blasenbildung (z.B. Blasen im Bereich eines aufgeklebten Pflasters) (39, 73). Intravasale Koagula können nach Stichinzision exprimiert werden, um die Entstehung von Hyperpigmentierungen zu vermindern. Die Verödungsbehandlung ist ein Eingriff, der der Aufklärung bedarf. Diagnostik vor Sklerotherapie: Die erfolgreiche Sklerotherapie setzt ein planvolles Vorgehen voraus. Die Sklerosierungstherapie soll in der Regel in der Reihenfolge von den Insuffizienzpunkten und den großen Varizen zu den kleineren vorgenommen werden. Daher ist vor der Behandlung eine ausreichende Diagnostik durchzuführen (2, 39, 73, 93). Hierzu zählen: Anamneseerhebung, klinische Untersuchung und Dopplersonographie. Zusätzlich kommen Funktionsuntersuchungen (z. B. Photoplethysmographie, Phlebodynamometrie, Venenverschlussplethysmographie) und bildgebende Verfahren (z. B. Duplexsonographie, Phlebographie) in Betracht. Mit Hilfe der Funktionsuntersuchungen kann die zu erwartende Verbesserung der venösen Funktion durch die Ausschaltung der Varikose abgeschätzt werden. Die bildgebende Diagnostik dient insbesondere der Identifikation insuffizienter Verbindungen zum tiefen Venensystem, der Lokalisation pathologischer Refluxe sowie der Abklärung postthrombotischer Veränderungen (34, 86) und zur Auswahl der sinnvollsten Therapieoption.

Durchführung der Sklerosierungsbehandlung von Varizen

Für die Sklerosierungsbehandlung von Varizen ist in der Bundesrepublik Deutschland Aethoxysklerol® mit dem Wirkstoff Polidocanol in den Konzentrationen 0,25/ 0,5/ 1/ 2/ 3/ und 4 % zugelassen: Die maximale Tagesdosis von Polidocanol beträgt 2 mg / kg Körpergewicht (57) Sklerosierung mit flüssigen Verödungsmitteln (Flüssigsklerosierung) Anhaltswerte für die Konzentration und Menge pro Injektion bei der Flüssigsklerosierung gehen aus Tabelle 1 hervor (57). Tabelle 1: Anhaltswerte für Konzentration und Inhaltsmenge von polidocanolhaltigen Sklerosierungsmitteln bei Flüssigsklerosierung Polidocanolhaltige Sklerosierungsmittel Indikationen Menge / Injektion Konzentration Besenreiser 0,1 – 0,2 ml 0,25 – 0,5 % Zentralvenen v. Besenreiser 0,1 – 0,2 ml 0,25 – 1,0 % retikuläre Varizen 0,1 – 0,3 ml 1,0 % kleine Varizen 0,1 – 0,3 ml 1 % mittelgroße Varizen 0,5 – 2,0 ml 2 – 3 % große Varizen 1,0 – 2,0 ml 3 – 4 % Für die Sklerosierung benötigt man eine leichtgängige Einmal- oder Glasspritze sowie dünnkalibrige Kanülen. Zur lokalen Kompression dienen Watte- oder Gazetupfer oder -polster und Papierpflaster. Die verschiedenen Techniken variieren erheblich (3). Für die Flüssigsklerosierung selbst gelten folgende Grundsätze:: o Die Punktion der zu verödenden Venen kann in aufrechter Position oder im Liegen erfolgen. o Die Injektion wird üblicherweise in liegender Körperposition durchgeführt. Nach Punktion der Vene mit freier Kanüle oder aufgesetzter Spritze wird die intravasale Lage überprüft. o Die intravasale Injektion des Sklerosierungsmittels erfolgt langsam, eventuell fraktioniert und unter Kontrolle der intravasalen Lage der Kanüle. Starke Schmerzhaftigkeit während der Injektion kann auf paravasale Injektion hinweisen. o Unmittelbar nach Injektion des Sklerosierungsmittels und nach Entfernung der Kanüle erfolgt die lokale Kompression im Verlauf der verödeten Vene (21, 73, 88, 90). o Im Anschluss an die Sklerosierung wird die behandelte Extremität komprimiert. Dies ist sowohl mit einem Kompressionsstrumpf als auch mit einem Kompressionsverband möglich (21, 25, 38). Bei Sklerosierung von Besenreiservarizen wird dies unterschiedlich gehandhabt. o Die lokale Kompression kann am Abend oder am nächsten Tag entfernt werden. Die Kompression wird je nach Kaliber und Lokalisation der Varizen für Stunden bis mehrere Tage und Wochen nach Abschluss der Sklerosierungsbehandlung durchgeführt (2, 78, 93). o Nach der Sklerosierungssitzung in konventioneller Technik soll der Patient einige Zeit gehen (Thromboseprophylaxe durch ausreichende Mobilität). Auf Anzeichen für allergische Reaktionen ist zu achten. o Intensive sportliche Betätigung, heiße Bäder, Sauna und ausgeprägte UV-Einstrahlung (Sonnenbank) sollen in den ersten Tagen nach der Sklerosierung vermieden werden. Duplexsonographisch kontrollierte Verabreichung Bei der Sklerosierung der Krossen, der krossennahen Stammvarizen und von Perforanten hat sich die duplexsonographisch kontrollierte Sklerosierungsbehandlung als eine Erweiterung des methodischen Spektrums bewährt (30, 33, 41, 42, 80, 81, 82). Bei diesem Verfahren wird beim liegenden Patienten die zu verödende Vene duplexsonographisch dargestellt und unter Sicht punktiert. Die Nadel ist im sonographischen Bild sichtbar und die intravasale Injektion kann kontrolliert werden. Einige Autoren empfehlen eine intermittierende Kompression mit dem Schallkopf im Anschluss an die Injektion (81, 82). Hierbei kann eine Kontraktion des injizierten Venenabschnittes und die Länge der verödeten Strecke beurteilt werden. Mit dieser Methode wird ein kontrollierteres Vorgehen mit weniger Komplikationen und größerem Effekt angestrebt. Sklerosierungen mit aufgeschäumten Sklerosierungsmitteln (Schaumsklerosierung) Seit langem wird über die Sklerosierung mit aufgeschäumten Sklerosierungsmitteln berichtet (14, 31, 34, 61, 86, 99). In den letzten Jahren hat sich die Sklerosierung mit Schaum bei besseren technischen Möglichkeiten vor allem bei der Therapie größerer Varizen durchgesetzt (47, 65, 80). Die Sklerosierungsmittel vom Detergenztyp, wie Polidocanol, können durch spezielle Techniken in einen feinblasigen Schaum umgewandelt werden. Bei der Technik nach Monfreux (65) wird durch Zurückziehen des Stempels in einer vorne dicht verschlossenen Glasspritze ein Unterdruck erzeugt, der zu einem Lufteinstrom führt, wodurch ein grobblasiger, eher flüssiger Schaum entsteht (99). Bei der Technik nach Tessari wird eine feinblasige, in niedrigen Konzentrationen flüssige, in höheren Konzentrationen eher visköse Schaumqualität durch turbulente Mischung von Flüssigkeit und Luft in zwei Spritzen, die über einen 3-Wege-Hahn verbunden sind, erreicht. Das Mischungsverhältnis Sklerosierungsmittel + Luft beträgt 1 + 3 bis 1 + 4 (91). Bei der DSS (Doppel-Spritzen-System ) -Technik wird Polidocanol mit Luft im Verhältnis Sklerosierungsmittel + Luft von 1 + 4 durch turbulente Mischung in zwei Spritzen, die über einen Konnektor verbunden sind, vermischt. Als Produkt entsteht ein feinblasiger, visköser Schaum (8, 99). Die standardisierte Umwandlung eines zugelassenen flüssigen Sklerosierungsmittels in einen Sklerosierungsschaum und die Behandlung damit ist möglich, wenn der Patient ausreichend hierüber und über Nutzen und Risiko der Methode aufgeklärt wurde und die Anwendung billigt. Auch wenn es sich bei der Schaumsklerosierung mangels spezifischer aktueller Zulassung dazu um einen off-label-use handelt, so kann man gleichwohl davon ausgehen, dass es sich im Hinblick auf die bestehenden Studien, die ausgedehnten Erfahrungen und die Ergebnisse der Konsensukonferenzen um einen offiziellen Standard handelt. Im April 2006 fand am Tegernsee die 2. Europäische Konsensuskonferenz zur Schaumsklerosierung statt. Es wurden basierend auf den eigenen Erfahrungen und der zur Verfügung stehenden Literatur folgende Empfehlungen zur Schaumsklerosierung gegeben (9), die teilweise für diese Leitlinie modifiziert wurden. Punktion und Injektion: o Bei der Behandlung der VSM mittels Direktpunktion wird empfohlen, die Venen im Bereich des proximalen Oberschenkels zu punktieren. Bei Benutzung von langen Kathetern wird empfohlen, den Zugang zur GSV unterhalb des Knies zu legen. o Bei der Behandlung der VSP mittels Direktpunktion wird empfohlen, die Venen im Bereich des proximalen oder mittleren Unterschenkels zu punktieren o Bei der Behandlung von Perforansvenen wird empfohlen, nicht direkt in die betroffene Vene zu injizieren. Schaumherstellung, Konzentrationen und Volumina: o Zur Herstellung des Sklerosierungsschaums für alle Indikationen werden die Methoden nach Tessari und die Tessari/DSS-Methode empfohlen. o Zur Herstellung des Sklerosierungsschaums für alle Indikationen wird Luft als Gaskomponente akzeptiert bzw. vorgeschlagen. Es kann auch eine Mischung aus Kohlendioxid und Sauerstoff benutzt werden. o Die bevorzugte Relation von Sklerosierungsflüssigkeit und Gas zur Herstellung eines Sklerosierungsschaums ist 1+4 (1 Teil Flüssigkeit + 4 Teile Gas). Bei retikulären Varizen und Besenreisern werden Verhältnisse zwischen 1+1 und 1+5 benutzt, von der Mehrheit aber ebenfalls das Verhältnis 1+4 o Die bevorzugten Schaumvolumina pro Punktion gehen aus Tabelle 2 und und die bevorzugten Konzentrationen aus Tabelle 3 hervor. Tabelle 2: Schaumvolumen pro Punktion durchschnittliches Schaumvolumen pro Punktion Maximales Schaumvolumen pro Punktion VSM 2 bis 4 ml bis zu 6 ml VSP 2 bis 4 ml bis zu 4 ml Seitenäste bis zu 4 ml bis zu 6 ml Rezidiv-Varizen bis zu 4 ml bis zu 8 ml Perforansvenen bis zu 2 ml bis zu 4 ml Retikuläre Varizen < 0,5 ml < 1 ml Besenreiser <, 0.5 ml < 0.5 ml Venöse Gefäßmalformationen 2 bis 6 ml < 8 ml o Das empfohlene maximale Schaumvolumen sowohl pro Bein als auch pro Sitzung (gegeben in einer oder in mehreren Injektionen) ist 10 ml. o Bei Behandlung großkalibriger Varizen sollte der Sklerosierungsschaum so viskös wie möglich sein. Tabelle 3: Polidocanol-Konzentrationen / Indikation flüssig 0,25% 0,5% 1% 2% 3% 4% VSM + + + VSP + ++ + Seitenäste ++ Rezidiv-Varizen () + ++ + Perforansvenen () + + (+) Retikuläre () () ++ + Besenreiser * + () (+) Venöse Vasc.Malformationen + ++ + Hinweis: Die Konzentrationsangaben beziehen sich auf die flüssige Polidocanol-Lösung, aus der Schaum hergestellt wird o Bei Gefäßen mit weniger als 1mm Durchmesser ist die Schaumsklerotherapie nicht die Behandlung der ersten Wahl. Zur Sklerosierung von Besenreisern wird empfohlen, zunächst Polidocanol flüssig zu verwenden. Falls Schaum gebraucht wird, sollten kleine Mengen eines 0.25%igen, eventuell auch eines 0.5%igen Schaums gegeben werden Sicherheitsmassnahmen: o Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit während der Schaumsklerosierung der VSM und der VSP sind: + Vermeidung einer sofortigen Kompression der injizierten Bereiche + Ultraschallkontrolle der Schaumverteilung + Injektion sehr viskösen Schaums + Keine Patienten- oder Beinbewegung über 2 bis 5 Minuten, kein Valsalvamanöver oder sonstige Muskelbetätigung + Aktive Muskelbetätigung wie z. B. wiederholte Fußflexionen, wenn eine größere Menge Schaum im tiefen Venensystem nachgewiesen wird. o Ein bekanntes asymptomatisches offenes Foramen ovale ist eine relative Kontraindikation der Schaumsklerosierung. Bei solchen Patienten wird folgendes empfohlen: + Längere Liegezeit des Patienten, 8 bis 30 Minuten + Verwendung nur geringer Schaummengen (2 ml) oder Flüssigsklerosierung + Vermeidung von Valsalva-Manövern + Beinhochlagerung von ca. 30 cm o Vor einer Schaumsklerosierung ist es nicht notwendig, gezielt auf ein offenes Foramen Ovale hin zu untersuchen. o Ein hohes Thrombembolierisiko in der Vorgeschichte und bekannte Thrombophilie (besonders in Kombination mit hohem Thrombembolierisiko) ist eine relative Kontraindikation der Schaumsklerosierung. Bei solchen Patienten wird folgendes empfohlen: + Durchführung einer ausreichenden NM-Heparinprophylaxe (gemäß einschlägiger Leitlinien-Empfehlungen) + Durchführung eine physikalischen Prophylaxe + Verwendung niedriger Sklerosierungsmittelkonzentrationen bei der Schaumherstellung + Verwendung geringer Schaumvolumina + Entscheidung von Fall zu Fall (unter Berücksichtigung einer indikationsabhängigen Nutzen-Risiko-Abwägung) o Vor einer Schaumsklerosierung ist es nicht notwendig, gezielt auf Laborparameter für eine Thrombophilie hin zu untersuchen. Patientenaufklärung: o Vor einer Schaumsklerosierung sollten Patienten über die gleichen Risiken und mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt werden wie vor einer Flüssigsklerosierung, zusätzlich allerdings auch noch darüber, dass + ein gering höheres Risiko für Hyperpigmentierungen und Entzündungen besteht. + ein Risiko besteht, (vorübergehende) neurologische Symptome zu entwickeln + ein Risiko besteht, (vorübergehende) Sehstörungen zu entwickeln + ein Risiko besteht, Migräne auszulösen o Bezüglich des zu erwartenden Therapieerfolges sollten Patienten wie vor einer Flüssigsklerosierung informiert werden, und zusätzlich noch darüber, dass + die kurzfristigen Erfolge sehr zufriedenstellend sind + erneute Behandlungen möglich sind und in einigen Fällen erforderlich sein können, besonders bei der Therapie großer Krampfadern + die Schaumsklerosierung besser wirksam ist als die Flüssigsklerosierung Duplex in der Schaumsklerosierung: o Die therapeutische Wirkung der Schaumsklerosierung auf den Patienten bzw. sein Bein sollte klinisch und anhand der Symptome überprüft werden. o Die therapeutische Wirkung der Schaumsklerosierung auf die GSV, die SSV, Seitenäste, Rezidivvarizen, Perforansvenen und auf venöse Gefäßmalformationen kann zusätzlich auch noch mit Duplex-Ultraschall überprüft werden. o Für die Punktion nicht sichtbarer Krampfadern stellt die Duplex-Führung ein wichtiges Instrument zum Vermeiden von Fehlpunktionen dar. Bei der Direktpunktion von nicht sichtbarer VSM, VSP und Perforansvenen sowie bei nicht sichtbaren Krampfadern im Bereich von Leiste und Kniekehle ist eine Ultraschalldarstellung (vorzugsweise mit Duplex) erforderlich. o Für andere nicht sichtbare Krampfadern wird die Duplex-Führung empfohlen. Beurteilungskriterien des Therapieeffekts der Schaumsklerosierung gehen aus Tabelle 4 hervor. Tabelle 4: Beurteilung der Behandlungsergebnisse der Schaumsklerosierung Grad / Name Duplex Kriterien klinische Kriterien Symptome 2 erfolgreich kein Reflux a) vollständiges Verschwinden der behandelten Vene oder “Fibröser Strang” (nicht-kompressibler, echoreicher Strang an der Stelle der behandelten Vene normalisiert (d.h. keine sichtbaren Krampfadern) fehlend oder verbessert b) vollständiger Verschluss (Nichtkomprimierbarkeit) des behandelten Venensegments c) Durchgängigkeit des behandelten Venensegments bei reduziertem Durchmesser und antegradem Blutfluss 1 teilweise erfolgreich Reflux <1 Sek. - teilweise Nichtkomprimierbarkeit und - Teilverschluss des behandelten Venensegments und - Durchmesserreduktion normalisiert oder verbessert (d.h. weniger sichtbaren Krampfadern) fehlend oder verbessert 0 nicht erfolgreich Reflux > 1 Sek. oder unverändert - vollständige (oder unvollständige) Druchgängigkeit und/oder - Durchmesser unverändert unverändert oder verschlechtert (d.h. größere Krampfadern oder CEAP Verschlechterung) unverändert oder verschlechtert weitere Informationen o Die Duplex Untersuchung erfolgt bei aufrechter Körperposition o Die Länge des verschlossenen Venensegments muss mit der Länge des insuffizienten Venensegments, dass durch Injektion verschlossen werden sollte, verglichen werden. (Vor der Injektion muss also das zu therapierende Segment festgelegt werden). Das ist wichtig, um nach der Therapie feststellen zu können, ob die “komplette Vene” verschlossen ist. o Ein Reflux wird während eines Valsalva-Manövers oder während distaler Kompression/Dekompression beurteilt. o Hinsichtlich der Symptomerfassung können – sofern angebracht – differenziertere und standardisiertere Symptom Scores wie der VCSS benutzt werden; ansonsten sind auch VAS (visuelle Analogskalen von 1-10) hilfreich und einfach o Hinsichtlich der klinischen Beurteilung können – sofern angebracht – differenziertere und standardisiertere Klassifikationen wie nach CEAP-Klassifikation benutzt werden; o Bei gleichzeitiger Behandlung aus medizinischen und ästhetischen Gründen sollten zwei getrennte Erfassungsbögen benutzt werden. o Diese Einteilung ist für alle endovenösen Therapieverfahren anwendbar (Laser-, Radiofrequenz- und Sklerotherapieverfahren) und sollte eine Vergleichbarkeit ermöglichen; o Die Anzahl der Behandlungen (Injektionen und Sitzungen) sowie die Art der Behandlung sollte festgehalten werden.

Effektivität

Für die Ausschaltung intra- und subkutaner Varizen mit der Sklerosierungsbehandlung besteht eine sichere Evidenz aus einer Fülle von veröffentlichten klinischen Untersuchungsreihen (z. B. 4, 7, 10, 12, 15, 17, 18, 20, 50, 53, 64, 68, 83, 89, 98) und kontrollierten klinischen Studien (1, 16, 44, 45, 52, 74, 76, 102). Die Erfolgraten der Sklerosierungsbehandlung variieren je nach Technik, Sklerosierungsmittel (Flüssigkeit oder Schaum) und Venenkaliber. Für die Sklerosierung von intrakutanen Varizen (Besenreiser und retikuläre Varizen) gilt die Sklerosierungsbehandlung als Standardtherapie, mit der eine bis zu 90 %ige Besserung erzielt werden kann (6, 22, 51, 54, 62, 69). Voraussetzung ist die Ausschaltung übergeordneter Varizen nach sorgfältiger Diagnostik. Die Kompressionstherapie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen verbessert möglicherweise das Ergebnis der Sklerosierung von Besenreisern (55, 60, 63, 96). Die Häufigkeit von Pigmentierungen nimmt signifikant ab (38, 96). Die lokale exzentrische Kompression erhöht signifikant den lokalen Druck im Sklerosierungsbereich und verbessert die Effektivität der Sklerosierung (88). Alte Vergleichsstudien zur Behandlung der Stammvarikose zwischen operativer Sanierung und Sklerotherapie mit flüssigen Verödungsmitteln zeigten eine höhere mittelfristige Rezidivrate bei der Flüssigsklerosierung (24). Bei der Sklerosierung der Stammvarikose hat sich die Schaumsklerosierung als signifikant effektiver erwiesen als die Flüssigsklerosierung (44, 74, 102).

Literatur

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Verfahren zur Konsensbildung:

Diese Leitlinie wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) ausgearbeitet, vom Vorstand und im wissenschaftlichen Beirat der DGP am 15.06.2001 verabschiedet, am 26.09.2007 novelliert und ersetzt die Vorversion vom 12.05.2003 (75). Diese Leitlinie berücksichtigt den aktuellen Stand der Literatur, aber nicht die in jedem Fall unterschiedlichen Zulassungsbestimmungen für die verschiedenen Pharmaka. Erarbeitet von: E. Rabe F. Pannier H. Gerlach F.X. Breu S. Guggenbichler J. C. Wollmann Interessenskonflikte: keine

Erstellungsdatum:
06/2001
Letzte Überarbeitung:
09/2007
Nächste Überprüfung geplant:
12/2010

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Stand der letzten Aktualisierung: 09/2007
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