Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin DGG

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Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin DGG

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie hat einen neuen Namen: Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin

Pressemitteilung

Namensänderung zur Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)

Gefäßchirurgie in Deutschland – Traditionelle Fächergrenzen schrittweise überwinden

Berlin – Die Gefäßchirurgie in Deutschland entwickelt sich schrittweise von einem klassischen konventionell-operativen Fach zu einer multimodalen Fachrichtung. In Deutschland werden 70 bis 80 Prozent aller vaskulären Hauptdiagnosen in gefäßchirurgischen oder chirurgischen Fachkliniken sowie Praxen erbracht. Die Gefäßchirurgie übernimmt hierbei in aller Regel die komplette prästationäre und stationäre Betreuung dieser Patienten. Hierzu gehört auch die Aufklärung über Therapiealternativen und die Einschätzung von Begleiterkrankungen.

Die Namensänderung der Deutschen Gesellschaft für Gefässchirurgie zur Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) unterstreicht den Anspruch der Gefäßchirurgie, den gefäßkranken Patienten im Sinne einer ganzheitlichen Gefäßchirurgie/Gefäßmedizin zu behandeln.

„Die Erweiterung des Namens unserer Gesellschaft bringt zum Ausdruck, dass im Sinne einer optimalen vaskulären Versorgung im ambulanten und stationären Bereich in Deutschland die traditionellen Fächergrenzen schrittweise überwunden werden müssen“, so Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, derzeitiger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin.

Patienten und Zuweiser erwarten eine kompetente krankheitsorientierte Beratung und Behandlung. Die Behandlung „aus einer Hand“ ist medizinisch sinnvoll und notwendig. Der gefäßkranke Patient benötigt einen kompetenten Ansprechpartner und nicht mehrere, lediglich partiell kompetente Teil-Disziplinen.

„Die Bildung von zertifizierten Gefäßzentren war ein erster Schritt in diese Richtung. Zukünftig werden aus klinischen und ökonomischen Gründen vermehrt „Gefäßkliniken“ gebildet, in denen alle diagnostischen und therapeutischen Modalitäten „aus einer Hand“ angeboten werden. Als „Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin“ werden wir aktiv und konstruktiv diesen Prozess mitgestalten“, betont Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein.

Die schrittweise Verschmelzung der verschiedenen Bereiche soll die Attraktivität des Fachgebietes deutlich erhöhen. Eine breite vaskuläre Kompetenz der Gefäßchirurgie ist auch ökonomisch notwendig, um möglichst viele Leistungen innerhalb der Kliniken erbringen zu können. „Eingekaufte Leistungen“ belasten über die Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (ILV) häufig in unkontrollierbarer Weise das Budget gefäßchirurgischer Abteilungen. Entsprechende Synergieeffekte haben letztendlich einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und bieten ein Serviceplus für den Patienten.

„Die Namensänderung der DGG richtet sich ausdrücklich nicht gegen andere vaskulär aktive Fachgesellschaften. Es soll hierdurch vielmehr die Praxis einer multimodalen Gefäßmedizin innerhalb gefäßchirurgischer Kliniken und Praxen zum Ausdruck gebracht werden. Wir laden alle Kolleginnen und Kollegen aus der Angiologie, Phlebologie und vaskulären Radiologie ein, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) zu werden. Hierdurch können mittelfristig traditionelle und starre Barrieren zwischen den alten Fachgesellschaften überwunden werden und neue zukunftsorientierte Schnittmengen unter dem Dach der DGG, Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin, entstehen“, so Prof. Dr. med. Hans-Henning Eckstein.

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